Lage & Historie
Das Projekt liegt in Sachsen-Anhalt bei Sandersdorf-Brehna, im ehemaligen mitteldeutschen Braunkohlerevier. Die Flächen entstanden durch Rekultivierung nach Einstellung des Tagebaus. Diese 'Kippenflächen' besitzen ein wachsendes ökologisches Potenzial, stellen aber durch ihre inhomogene Bodenstruktur besondere Anforderungen.
- Boden: Lockerer, humusarmer Kippenboden; teils steinig bis sandig-lehmig mit eingeschränkter Wasserhaltefähigkeit.
- Klima: Subkontinental mit maritimen Einflüssen. Warme, trockene Sommer und mäßig kalte Winter (ca. 550-600mm Niederschlag).
- Bestand: Überwiegend junge Bestände (<30 Jahre), geprägt von Pappel-Überhältern und Ahorn-Naturverjüngung.



Ein Urwald von morgen
Die Strategie konzentriert sich auf den Umbau der vorhandenen Pappelbestände hin zu einem stabilen Laubmischwald (vorrangig Spitz- und Bergahorn). Pappeln werden schrittweise entnommen, um dem klimatisch wertvollen Unterstand Licht zu geben. Ein Schlüsselelement ist Totholz: Liegende und stehende Stämme verbleiben gezielt auf der Fläche, um die Strukturvielfalt zu erhöhen. In ausgewählten Teilbereichen verzichten wir vollständig auf forstwirtschaftliche Nutzung, um reine Rückzugsräume für Arten zu schaffen.
Dauerhafte Satelliten-Überwachung
In Zusammenarbeit mit Remote Sensing Solutions GmbH (RSS) überwachen wir alle unsere Wälder dauerhaft. Sollte ein Waldbrand oder Abholzung detektiert werden, werden Token sofort gesperrt.

Ihr Projekt, Ihre Fragen
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