Projekt in Umsetzung

Steinenbacher Hofwald – Strukturorientierte Waldentwicklung im Schwarzwaldvorland.

Der Projektwald Steinenbach ist ein langfristig angelegtes Vorhaben zur Entwicklung stabiler und vielfältiger Wälder im Schwarzwaldvorland. Durch eine naturnahe, kontinuierliche Bewirtschaftung werden bestehende Bestände schrittweise zu klimaresilienten Mischwäldern mit Dauerwaldcharakter weiterentwickelt.

Standort

Baden-Württemberg, Deutschland

12,2 ha

Klimaschutz

1.473t

CO₂ Kapazität

Laufzeit

10 Jahre

Projektbindung

Kontrolle

Satelliten

Überwacht

Steinenbacher Hofwald – Strukturorientierte Waldentwicklung im Schwarzwaldvorland.

"Durch den gezielten Aufbau strukturreicher Mischbestände und die Verlängerung der Verweildauer von Biomasse sichern wir die Senkenleistung langfristig ab."

2.750tGesamtspeicherleistung
250tJährlicher Zuwachs
1.473tZertifiziert & Freigegeben
Standort

Lage & Geologie

Der Wald liegt bei Steinenbach in der Ortenau, in einem landschaftlich vielfältigen Übergangsraum zwischen Rheinebene und Schwarzwald. Das Relief ist durch sanft bis mäßig geneigte Hanglagen, Kerbtäler und kleinräumige Geländestufen geprägt. Die Verzahnung von Wald, Weinbau und Offenland verleiht dem Standort eine besondere ökologische Bedeutung.

  • Boden: Überwiegend tiefgründige, nährstoffreiche Braunerden aus Lösslehmauflagen über Buntsandstein mit guter Wasseraufnahmefähigkeit; in steileren Partien flachgründigere, steinige Standorte.
  • Klima: Warm-gemäßigtes Klima mit deutlichem Oberrheineinfluss und langer Vegetationsperiode. Zunehmende sommerliche Trockenphasen und Starkregenereignisse stellen Anforderungen an Bodenschutz und Bestandesstabilität.
  • Vegetation: Laubholzdominierte Bestände mit Buche und Eiche als Hauptbaumarten, ergänzt durch Ahorn, Esche und Kirsche. Vorhandene Naturverjüngung bietet gute Ansatzpunkte für mehrschichtige Bestandesentwicklung.
Map Preview
Strategie

Plenterartige Strukturentwicklung

Die Waldentwicklung folgt einer klaren, langfristigen Strategie mit dem Ziel, strukturreiche und widerstandsfähige Mischwälder aufzubauen. Auf Lothar-Flächen wird die Entnahme von Bedrängern pro Z-Baum sowie das Köpfen dienender Baumarten empfohlen, wobei die Biomasse im Bestand verbleibt. Im Kiefernbestand werden gezielte Eingriffe zur Erhaltung des lichten Waldcharakters durchgeführt. In Plenterbeständen wird durch Einzelbaumentnahme und gezieltes Belassen nicht nutzbarer Stämme eine horizontale Strukturvielfalt sowie die Schaffung von Kleinklimazonen und Mikrohabitaten gefördert.

Dauerhafte Satelliten-Überwachung

In Zusammenarbeit mit Remote Sensing Solutions GmbH (RSS) überwachen wir alle unsere Wälder dauerhaft. Sollte ein Waldbrand oder Abholzung detektiert werden, werden Token sofort gesperrt.

Forest Satellite View

Ihr Projekt, Ihre Fragen

Alles Wissenswerte zur Methodik und Beteiligung.

Wie ist der aktuelle Stand des Projekts?
Das Projekt befindet sich in der aktiven Umsetzungsphase. Auf der Projektfläche werden Maßnahmen zur Steigerung der Klimaresilienz und der Biodiversität umgesetzt, begleitet durch einen detaillierten forstlichen Projektplan.
Wie wird die CO₂-Bindung berechnet?
Wir zertifizieren nur die Nutzholzquote des Waldes. Durch aufwändigere Aushaltung und Sortierung wird eine um 10% höhere stoffliche Nutzung im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt erreicht. Die Bilanzierung erfolgt nach ISO 14064-2.
Kann ich das Projekt vor Ort besichtigen?
Ja, gerne. Auf Wunsch organisieren wir individuelle Besichtigungen oder Gruppenführungen vor Ort bei Ortenberg, um Ihnen einen direkten Einblick in die Entwicklung des Hofwaldes zu geben.
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